ÄTHIOPIEN UPDATE

Reihe 03

In diesem wunderschönen Land haben wir viele Gemeinden (Harvest Church of God), die unter der Leitung von Hiruy Tsige, der in Rudersberg seine theologische Ausbildung erhalten hat, einen positiven Einfluss im Land haben. Einer der Schwerpunkte ist die Ausbildung junger Menschen, indem eine große Anzahl von Kindergärten und Schulen mit weit über 7.000 Kindern und Jugendlichen betrieben wird. Diesen Arbeitszweig unterstützen und tragen wir als deutsche Gemeinde Gottes finanziell zu einem großen Teil, insbesondere durch unsere Stiftung „meducare“.

Die allgemeine Situation im Land
Die gesamte Bevölkerung ist unruhig. Die Sicherheit ist fragil und das Wirtschaftswachstum ist gestoppt. In einigen Gebieten ist das Reisen riskant. Die Inflation ist sehr hoch. In großen Teilen des Landes (Osten und Süden) herrscht Dürre. Es gibt Millionen von Binnenflüchtlingen, die unter Hunger leiden. Die Pandemie grassiert im ganzen Land und die Versorgung mit Lebensmitteln ist schlecht.

Die politische Situation
Politisch steht das Land vor zahlreichen Problemen. Es gibt viele verfeindete Parteien, die versuchen, das Land zu spalten. Sie sind hauptsächlich daran interessiert, die Macht an sich zu reißen. Der Hauptkonflikt wird von den früheren Machthabern aus der Provinz Tigray ausgetragen.
Es gibt eine Initiative der aktuellen Regierung, einen nationalen Dialog mit allen Beteiligten einzuleiten, um die verschiedenen Missstände und Probleme zu lösen, wie z.B. die Aufteilung der Macht, die gerechte Verteilung der Ressourcen, Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit usw.

Die geistliche Situation
Der Premierminister und viele seiner Kabinettsmitglieder sind wiedergeborene Christen (Pfingstgläubige). Viele der anderen religiösen Gruppen arbeiten gegen sie. Es ist ein geistlicher Kampf.

Die Kindergärten und Grundschulen der Harvest Church of God (Gemeinde Gottes)
In den Jahren 2020-21 gab es viele Unterbrechungen der schulischen Aktivitäten wegen der Pandemie und der instabilen Sicherheitslage. In solchen Zeiten verlieren wir Schüler, weil die Eltern Angst haben, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Dennoch liegt die Zahl der Schüler deutlich über 7.000. Jedes Jahr nutzen sich die Schulgebäude, Bänke, Tafeln usw. ab. Es muss gewartet, gestrichen, Bänke ersetzt werden usw. Hierzu wird finanzielle Unterstützung von außen benötigt (www.gemeindegottes.de/spenden).

Dr. Herbert Banholzer